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Grundlagen der Gebäudeautomation

am 25.03.2025 - 09:42 Uhr

Grundlagen der Gebäudeautomation

Christian Wild erhält Hochschul-Lehrauftrag

Als Experte der Gebäudeautomation hat sich der Geschäftsführer der ICONAG Leittechnik in Idar-Oberstein, Christian Wild, einen hervorragenden Ruf erworben. Um dieses Wissen auch an den Nachwuchs weiterzugeben, hat er jetzt einen weiteren Lehrauftrag der Hochschule Mainz erhalten, vom Department of Civil and University of Applied Sciences Environmental Engineering.

Seine Vortragsreihe als Lehrbeauftragter Bau und Umwelt behandelt die Grundlagen der Gebäudeautomation. Die Vorlesung hat unter anderem das Ziel, die Studierenden, die aus unterschiedlichen fachlichen Bereichen kommen, auf einen Level zu bringen. So startet Christian Wild seine Vortragseihe mit der Definition des Begriffs Gebäudeautomation:

„Unter Gebäudeautomation (GA) werden alle Maßnahmen, Einrichtungen, Prozesse, Software und Dienstleistungen zur automatischen Steuerung und Regelung, Überwachung, Optimierung und Bedienung sowie für das Management zum zielsetzungsgerechten Betrieb der TGA verstanden. Gebäudeautomation ist damit das zentrale Werkzeug zum energieeffizienten und sicheren Betrieb der Gebäude selbst.“

Die GA stellt sicher, dass insbesondere Nichtwohngebäude ohne Mitwirkung des Menschen bestimmungsgemäß arbeiten und zwar – je nach Zielsetzung des Gebäudes –  energetisch optimal, zuverlässig/sicher, wirtschaftlich, komfortabel und barrierefrei.

Der Studiengang befasst sich mit den existierenden Regelwerken, die eine modularisierte Planung und Umsetzung der Gebäudeautomation ermöglichen und mit den Funktionen der Gebäudeautomation, die je nach Nutzung des Gebäudes für die gebäudetechnischen Anlagen, die Räume und das Gebäudeautomationsmanagement definiert werden.

Mit seiner Vortragsreihe verdeutlicht Wild, dass die Gebäudeautomation das zentrale Werkzeug zum energieeffizienten und sicheren Betrieb von Nichtwohngebäuden ist: „Die Energiewende bis 2045 ist ohne Gebäudeautomation in Bestandsgebäuden nicht zu schaffen“, weiß er.

Er erklärt den Studierenden, warum der energieeffiziente Betrieb von Nichtwohngebäuden mit GA dennoch eine große Herausforderung darstellt. „Die Systeme wurden in der Regel unzureichend in Betrieb genommen und werden zudem nicht fachmännisch geführt.“ Um mehr Qualität im Gewerk Gebäudeautomation zu erreichen, biete sich für Planung, Umsetzung und Betrieb von GA-Systemen die Standardisierung von GA-Funktionen nach den Vorgaben des BACtwin der AMEV an. Durch Nutzung des BACtwin würden sich gleichzeitig vielfältige Möglichkeiten zur Digitalisierung des technischen Gebäudemanagements ergeben.

Mit der European Performance of Buidling Directive (EPBD) und dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt der Gesetzgeber unter anderem den Einbau von GA-Systemen und eine kontinuierlich energieoptimierende Betriebsführung größerer Nichtwohngebäude vor.

„Daher ist die Gebäudeautomation eine Schlüsseltechnologie für die Energiewende und den nachhaltigen Betrieb von Gebäuden“, lautet das Fazit von Wild. „Durch Standardisierungen wie den BACtwin, die Digitalisierung und gesetzliche Vorgaben wird die Bedeutung von GA weiter wachsen.“

Vorstellung Christian Wild:

2022: Organisator der Fachtagung zum BACtwin der AMEV zur Standardisierung und Digitalisierung des technischen Gebäudemanagements mit BACnet

2018: Mitglied des Richtlinienausschusses VDI 3814

2014: Lehrbeauftragter Hochschule Mainz, Fachbereich Wirtschaft

2000: Auszeichnung mit dem Europäischen IT-Prize für Kleinsteuerung mit Internetzugang

1996: Gründung und Geschäftsführer der ICONAG-Leittechnik, Softwareanbieter für Gebäudeautomation

1996: Abschluss Dipl.-Ing. Wirtschaftsingenieurwesen (TU Berlin, ESC Lyon)

1988: Lehre als Industriekaufmann Automobil (Mercedes Benz, Stuttgart)

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